Totschnig bringt burgenländische Bäuerinnen-Stimme nach Brüssel

Brüssel, 30. 9. 2026

Drei Bäuerinnen begleiteten Bundesminister Totschnig zum EU-Agrarministerrat nach Brüssel

Anlässlich des von den Vereinten Nationen ausgerufenen Internationalen Jahres der Bäuerin 2026 hat Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig die Kampagne „Bäuerinnen im Fokus – Hof und Land in Frauenhand“ gestartet. Im Mittelpunkt stehen die Leistungen, Erfahrungen und unterschiedlichen Lebensrealitäten der österreichischen Bäuerinnen.

 

Teil der laufenden Kampagne war ein Gewinnspiel, bei dem Bäuerinnen besondere Momente aus ihrem Arbeitsalltag mit Fotos sichtbar machen und eine Reise nach Brüssel gewinnen konnten. Drei Bäuerinnen aus Tirol, Kärnten und dem Burgenland erhielten nun die Gelegenheit, Totschnig zwei Tage lang zum Rat der EU-Agrarministerinnen und Agrarminister zu begleiten und damit europäische Agrarpolitik aus nächster Nähe mitzuerleben.

 

Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig: „Gute Agrarpolitik entsteht nicht am Schreibtisch, sondern im direkten Austausch mit den Menschen, die tagtäglich Verantwortung auf unseren Betrieben tragen. Gerade deshalb gehört die Stimme der Bäuerinnen dorthin, wo über die Zukunft unserer Landwirtschaft entschieden wird. Mit der Reise nach Brüssel bringen wir ihre Erfahrungen und ihre Perspektiven direkt auf die europäische Ebene. Denn Bäuerinnen gestalten unsere Landwirtschaft, unsere Regionen und unsere Zukunft. Wer starke ländliche Räume will, muss Frauen auch in politischen Entscheidungsprozessen eine starke Stimme geben.“

 

Anna Frühwirth, Burgenland: „Besonders beim Bürokratieabbau braucht es Verbesserungen, damit wir Bäuerinnen und Bauern uns wieder auf das Wesentliche konzentrieren können. Der direkte Austausch ist wichtig, damit die Perspektiven der Bäuerinnen und Bauern auch in Brüssel gehört werden.“

Anna Frühwirth ist Hofübernehmerin von einem Ackerbaubetrieb im Bezirk Güssing.

 

Während ihres Aufenthalts in Brüssel konnten die drei Bäuerinnen die Beratungen des EU-Agrarministerrats mitverfolgen und erhielten Einblicke in die Arbeit der europäischen Institutionen. Auf dem Programm standen unter anderem ein Treffen mit EU-Agrarkommissar Christophe Hansen sowie Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der Europäischen Kommission. Darüber hinaus tauschten sie sich mit dem österreichischen Europaabgeordneten Alexander Bernhuber über aktuelle agrarpolitische Themen auf europäischer Ebene aus.

 

Mehr als jeder dritte Hof in Österreich wird von einer Frau geführt
Frauen haben in der österreichischen Landwirtschaft eine besonders starke Rolle. Rund 36.000 landwirtschaftliche Betriebe beziehungsweise 36 Prozent aller Höfe werden von Frauen geführt. In Oberösterreich und Salzburg liegt der Anteil sogar bei jeweils 42 Prozent. Bäuerinnen sind Unternehmerinnen, Betriebsleiterinnen, Impulsgeberinnen und Verantwortungsträgerinnen. Besonders bei der Diversifizierung landwirtschaftlicher Betriebe, der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und zusätzlicher Einkommensquellen setzen sie wichtige Impulse.

 

Mit der Kampagne „Bäuerinnen im Fokus – Hof und Land in Frauenhand“ rückt das Landwirtschaftsministerium diese Leistungen im Internationalen Jahr der Bäuerin 2026 verstärkt ins öffentliche Bewusstsein und stärkt den Austausch über die Rolle von Frauen in Landwirtschaft und ländlichen Regionen.

 

Zur Kampagne: Bäuerinnen im Fokus

 

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